Heilkunde und Heilkunst

Naturgesetze, Axiome (Achsen) beschreiben Urprinzipien der Schöpfung, sie sind. Sie werden nie von Menschen aufgestellt, sondern höchstens durch Menschen formuliert. So existieren beispielsweise die Gesetze der Planetenbewegung, der Mechanik, der Relativitätstheorie oder die der Heilunkunde.

 

Axiome der Heilkunde

 

 

Das Lehrbuch ist bereits geschrieben,

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(Paracelsus)

 

 

 

 

 

 

Naturgesetze, Axiome (Achsen) beschreiben Urprinzipien der Schöpfung, sie sind. Sie werden nie von Menschen aufgestellt, sondern höchstens durch Menschen formuliert. So existieren beispielsweise die Gesetze der Planetenbewegung, der Mechanik, der Relativitätstheorie oder die der Heilkunde, die durch Einsicht und Erfahrung aus der täglichen Praxis erarbeitet wurden.

 

 

1

Leben in der Natur braucht, um zu geschehen, nicht das, was Wissenschaft genant wird und keine Kultur, wohl aber Bewusstheit, Einsicht und Verständnis in die Ordnung und den Lauf der Dinge in der Zeit.

 

2

Alles was unsichtbar ist, jedoch sichtbar werden muss, wird durch die Lebensvorgänge manifest und äußert sich in wahrnehmbaren, makroskopischen Dimensionen. 

 

3

Von harmonischen, gesunden Leben spricht man, wenn es seiner Art entsprechend in Bewegung bleibt und Stoffwechselprozesse jeder Art ungestört geschehen können. Dazu gehört nicht nur der materielle Körper, der von sich aus zu keinem Leben im Stande wäre, sondern ebenso Denken, Fühlen und eine energetische Matrize, Lebensenergie oder Lebenskraft (die wir unter anderem als Lebenswärme wahrnehmen können).

 

4

‚Krankheiten’, welcher Art auch immer, entstehen durch Verzögerung der Stoffwechsel-Prozesse und sind die natürlichen Bemühungen des biologischen Organismus wie auch der Seele zur Genesung. Was wir als Krankheiten bezeichnen, sind Lösungsvorgänge, je nachdem schmerzhaft, wie wir uns diesen Prozessen widersetzen, beziehungs-weise sie nicht zulassen können.

 

5

Für diese Vorgänge bedient die Natur sich der Entzündung, die nichts anderes ist als ein Anfachen (ent-zünden) der vorhandenen (natürlichen) Lebenskraft, also deren Verstärkung. Hitze, Schwellung, Rötung, Empfindlichkeit sind die entsprechenden Symptome, die logischerweise auftreten müssen, um stockende Stoffwechsel-Vorgänge, übertragen Atmungsprozesse, wieder zu  ermöglichen. 

 

6

Heilung erfolgt durch die vorhandene Lebenskraft; wird sie nicht behindert, geschieht dies von selbst. – Ist der Körper zu schwach, um zu genesen, kommt es zu einer Auflösung, einer Entbindung dessen,  was nicht vor dem Wesentlichen des Menschen bestand hat.

 

7

Die kleinen Lebewesen, Bakterien, Pilze u.ä., sind Helfer des Lebens, also auch der Genesung. Deren chemische oder sonstige Abtötung führt zur Chronifizierung und Komplikation des Leidens. 

 

8

Ebenso führen Entzündungs-hemmende chemische, physikalische oder chirurgische Maßnahmen zur Unterdrückung der Lebensvorgänge, gleichfalls mit der Folge von Komplikation, Chronifizierung und vermehrtem Leid

9

Eine rationale, diese Zusammenhänge begreifende Heilkunde wird nie in das Lebensgeschehen eingreifen, sondern die verstärkten Stoff wechselabläufe der Entzündung unterstützen.

 

 

10

Der Mensch, als einziges schöpferisch veranlagtes Wesen, muss danach streben, sich der Blockierungen und Umstände bewusst zu werden, die zu dem führen, was als „Krankheit“ erscheint. Letztlich ist dies eine Folge der Divergenz vom innerlichen Plan, welcher der Natur zugrunde liegt. Für den Menschen bedeutet dieser Plan Bewusstwerdung, Freiheit und Mitarbeit in der Ordnung des Kosmos.

 

(Aus 'Wendezeit der Medizin 1 – Die Erneuerung der Heilkunst', Verlag Zeitenwende)